SILENTIUM“

 

STILLE ist ANGST – zuerst denken wir an eine Gefahr.

Es wird still im Unterbewusstsein,

man spricht von Dunkelheit, Finsternis des Unterbewussten.

Der Gedankenfluss wird eingebremst

bis ein Gefühl der Hilflosigkeit entsteht.

Bevor es Nacht wird, wird es in der Natur still.

Stille Dämonie, Nachtschatten – überzogene Ängstlichkeit – Gefahr.

Die Grenzen sind nicht sichtbar. Gedanken der Angst nicht fassbar.

Blindsein ist Stille­ - in der Dunkelheit umherirren.

Taubheit ist Stille – den Schrei nicht hören.

Positive Stille ist „Ein – in – sich – ruhen.“

Äußeres außen lassen – Gehörtes vergessen.

Schweigen ist Stille = Stillschweigen.

Man spricht von „Göttlicher Stille.“

 Etwas Stillschweigen kann auch negativ sein – Aggression erzeugen.

Es gibt die „Ewige Stille“ – Totenstille.

 

Als Maler kann und darf ich nicht still sein, bin weder taub noch blind

bin der Meinung, dass das in der Stille Ersonnene

sichtbar gemacht werden muss.

Nicht immer zur Freude des Betrachters.

Wahrheit vermittelt Angst und treibt uns in die Enge.

Wahrheit kann unangenehm sein.

Als Künstler bin ich der Wahrheit bis zum Exzess verpflichtet.

 

Dies verschreckt manchen Bildbetrachter und solange dieser nicht gelernt hat

„ Bilder zu lesen“, geht er kopfschüttelnd vorbei.

Andere wiederum verlangen seitenweise Bildbeschreibungen

weil sie sich aus Bequemlichkeit gar nicht öffnen, um zu sehen.

Auch dies ist Stille – eine dumme Stille.

 

Aufforderung

Sei laut als Maler – sei still als Betrachter

 

Hans Sisa